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Die Sterilisation: konventionell oder ohne Skalpell


Vorstellung der Sterilisation des Mannes

Verhütung durch Sterilisation (Mann)

Die Sterilisation des Mannes verhütet dauerhaft. Männer bzw. Paare, die eine Vasektomie als Verhütungsmethode wählen, haben daher meistens die Familienplanung abgeschlossen und sind mindestens dreißig Jahre alt. Für die Vasektomie gibt es zwei Operationstechniken, die sich in Deutschland etabliert haben: die Ligaturtechnik und die Non-Skalpell-Vasektomie.

Die Ligaturtechnik ist die konventionelle Methode. Bei der Operation werden zunächst die Samenleiter von außen ertastet und lokalisiert. Der Operateur eröffnet dann die Skrotalhaut mithilfe eines Skalpells um wenige Millimeter. Die Samenleiter können nun freigelegt und schlaufenartig aus der Öffnung herausgehoben werden. Wird die Non-Skalpell-Vasektomie angewandt, wird zur Öffnung der Hodensackhaut auf ein Skalpell verzichtet. Stattdessen wird die Haut punktiert und dort mit einem speziellen Klemminstrument gedehnt. Auf schonende Weise entsteht nun auch eine kleine Öffnung, durch die die Samenleiter ein Stück herausgehoben werden können. Der Operateur nimmt nun von beiden Samenleitern etwa zwei bis drei Zentimeter heraus. Auf diese Weise entstehen jeweils zwei lose Enden, die verschlossen werden müssen. Diese werden dafür einmal umgeschlagen und abgebunden oder elektronisch verödet. Sobald die Samenleiterenden verschlossen wurden, sind sie für Samenzellen nicht mehr durchlässig.

Zuvor dienten die Samenleiter den Spermien nämlich als Transportweg. Steht dieser durch die Vasektomie nicht mehr zur Verfügung, gelangen die Samenzellen nicht mehr hindurch und werden zurück in den Nebenhoden geführt und abgebaut. Es entsteht also durch eine Vasektomie keine Überproduktion oder gar Stauung der Samenzellen.

Nachdem die Samenleiterenden verschlossen wurden, legt der Operateur sie für zusätzliche Sicherheit in unterschiedliche Gewebeschichten und verschließt die Hautöffnung wieder. Wurde die Skrotalhaut zuvor mit dem Skalpell eröffnet, wird die Haut mit wenigen Stichen vernäht. Nachdem die Non-Skalpell-Vasektomie angewandt wurde, genügt es ein Pflaster auf die Wunde zu kleben, da sich die gedehnte Haut selbst zusammenzieht. Der Patient kann nach dem ambulanten Eingriff die Praxis direkt wieder verlassen. Am besten bringt man sich eine Begleitperson mit.

Nach der Vasektomie muss der Patient noch ein wenig geduldig sein. Zunächst gilt es aber sich einige Tage körperlich konsequent zu schonen, damit die Operationswunde problemlos heilen kann. Bei übermäßigen Schmerzen sollte der Facharzt aufgesucht werden. Der Alltag sowie regulärer Geschlechtsverkehr können nach der Schonphase wieder aufgenommen werden. Es muss allerdings noch alternativ verhütet werden, denn in der Samenflüssigkeit können sich noch Spermien befinden. Nach ungefähr zwei bis drei Monaten wird ein Termin zur Nachuntersuchung angesetzt. Bei dieser Untersuchung wird ein Spermiogramm mit einer Probe der Samenflüssigkeit des Patienten erstellt. Das Spermiogramm kann anzeigen, ob und wie viele befruchtungsfähige Samenzellen sich noch im Ejakulat befinden. Im Idealfall lassen sich nach dieser Zeit keine mehr finden. Können dennoch bewegliche Samenzellen festgestellt werden, wird ein neuer Termin zur Kontrolle vereinbart. Zu diesem späteren Zeitpunkt sollten dann alle Samenzellen verschwunden sein. Erst dann ist die Sterilisation des Mannes vollständig abgeschlossen und es kann beim Geschlechtsverkehr auf alternative Verhütungsmittel verzichtet werden.

Bei der Vasektomie handelt es sich im Regelfall nicht um einen medizinisch notwendigen Eingriff. Die Krankenkassen übernehmen daher die Kosten für den Eingriff nicht. Insgesamt fallen bei der Sterilisation des Mannes Kosten zwischen 400 und 600 Euro an. In Anbetracht der Tatsache, dass die Vasektomie dauerhaft angelegt ist, zählt sie dennoch zu den günstigsten Verhütungsmitteln.

Viele Männer sorgen sich im Zusammenhang mit der Vasektomie um ihr Lustempfinden. Diese Bedenken können hiermit ausgeräumt werden. Da bei der Vasektomie nichts weiter als die Samenleiter durchtrennt werden, gibt es keinerlei körperliche Folgen, außer, dass sich in der zukünftigen Samenflüssigkeit keine Samenzellen mehr befinden. Die Libido bleibt, anders als bei der Kastration, nicht betroffen.

Vasektomie-Informationen verständlich dargelegt: vasektomie-experten.de

Sterilisation in Deutschland: Standortvorstellungen

 

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Autor: Dirk Sadrinna